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Rheinischer Merkur
18. Mai 2001
Starke Gefühle haben sie
jedenfalls, diese Mütter. Was aber den Titel des Buchs angeht:
"Babys machen Mütter stark", da trifft der lakonische Kommentar
einer Mutter: "Aber es bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig."
Sechzehn Frauen verwandeln sich in Mütter - eine ganz alltägliche, aber
grandios erstaunliche Metamorphose, ähnlich der einer Raupe zum Falter.
Nur dass Mütter meist nicht gerade wie Schmetterlinge aussehen und schon
gar nicht auf Blumenwiesen Nektar saugen.
Die Umstände reichen von glücklich
bis katastrophal. Es wird erzählt von heiß ersehnten Wunschkindern und
liebenswürdigen Vätern, aber eben auch von sterbenden Säuglingen und
albtraumhaften Beziehungen. Und vom Umgang mit diesen sehr existenziellen
Herausforderungen. Das alles im erzählerischen Tonfall, unprätentiös,
in der eigenen Sprache der Frauen, und so ist das Werk ein Sammelsurium
von Jargons der unterschiedlichsten sozialen Sphären. Man bekommt den
Eindruck, dass Elternglück sich nicht an der finanziellen Situation, am
Status oder am Alter festmacht.
Unbedingt empfehlenswert ist die Lektüre für jeden, der sein Leben für
schwierig hält - einfach so zum Vergleich. Aber auch für Mütter und Väter
in jedem Aggregatzustand - werdend oder planend, schon über ihr Produkt
gebeugt oder im "Ruhestand". Es ist nämlich immer beruhigend zu
sehen, dass andere sich auch schwer tun mit der so großen Veränderung.
Und dass die Liebe zum eigenen Kind bei aller Verzweiflung ein gewaltiger
Motor ist.
"Big Brother" zu sehen ist
bei aller vermeintlichen Offenheit nicht annähernd so intensiv und
erkenntnisträchtig, wie in das ungeschminkte Privatleben dieser sechzehn
Frauen zu schauen. Denn diese Mütter sind nicht nur berührend offen,
sondern sie erzählen von einem fundamental wichtigen Ereignis ihres
Lebens. Mutter werden ist ein Wendepunkt mit integriertem Reifungsprozess.
Alle Frauen erlangen in diesem Moment echte Größe. Deshalb hat das Buch
eine Wucht, der man sich schwer entziehen kann. Man lernt beim Lesen etwas
über das Leben. Nicht über die schöne Welt von Glamour, Fun und Erfolg,
in der man sich räkeln müsste, um halbwegs angesagt zu sein. Sondern über
die Realität voll Aufgaben, Existenznot, Liebe und unbemerktem alltäglichem
Heldentum. Jene Realität, in deren Zentrum ein "Wir" steht -
und die man über das Buch lieben lernen kann.
Jörg Otto Meier, der Herausgeber, ist
Fotograf. Verständlicherweise konnte er nicht widerstehen, die Mütter
mit ihren Kindern in klassischen Madonnenposen zu verewigen. Das sieht
sich immer hübsch und ist ein besonderes Amüsement für die Freunde der
Mariendarstellungen in der Kunstgeschichte. Man denkt bei Meiers
Mutter/Kind-Bilderfülle leicht an Giovanni Bellinis zahllose hübsche
venezianische Madonnen-Mamas mit Kind.
Überflüssig ist lediglich das
Einleitungskapitel: eine Eloge des Herausgebers und seiner Anhänger auf
das Werk an sich. Wer nach der Lektüre noch nicht wissen sollte, warum er
das Buch gekauft hat, findet hier endlich massenhaft Argumente. Es wird
niemand darauf angewiesen sein.
Eva Liebendörfer
sh:z magazin
8. Mai 2001
... Meier lässt Frauen erzählen,
ohne einzugreifen. Er wertet nicht. Durch den unverfälschten Wortlaut
erhalten die Berichte über Muttergefühle, Mutterglück und die Zweifel
ihren ganz eigenen Reiz. ...
Dresdner Neueste
Nachrichten
20. April 2001
"Es
bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig" soll Antje, eine der 16
Mütter, die Jörg Otto Meier in "Babys machen Mütter stark" zu
Wort kommen lässt, den Titel kommentiert haben. Da ist sicherlich etwas
dran, dennoch vermittelt das Buch tatsächlich etwas von jener ganz
besonderen Stärke, die der Nachwuchs den unterschiedlichsten Frauen
beschert. Und das jenseits mystischer Verklärung oder gar
neokonservativer Ideologien.
Jörg Otto Meier ist Hamburg,
ausgebildeter Lehrer, seit Jahren auch als Buchautor und Fotograf tätig.
Seine Stärke ist ganz offensichtlich das Zuhören, denn die Frauen in
"Babys machen Mütter stark" erzählen so unbefangen und ehrlich
drauflos, als würden sie die Geschichte ihrer Beziehungen,
Schwangerschaften und Geburten einem guten Freund unter vier Augen
mitteilen. Häufig fragt man sich während des Lesens: War ihnen nicht
bewusst, dass ihre Aussagen mitsamt Foto in einem Buch erscheinen werden?
Dabei ist die Darstellung alles andere als voyeuristisch, vielmehr bei
aller Intimität sehr einfühlsam und unaufgeregt. 16 Frauen von 23 bis
42, von der Nur-Mutter bis zur karriereorientierten Managerin, von der
ungelernten Gelegenheitsputzfrau bis zur selbständigen Psychologin -
diese Frauen verbindet nicht viel. Außer den großen Gefühlen, die
Schwangerschaft, Geburt, und Zusammenleben mit ihrem Kind auslösten.
... Manches an diesen authentischen
Protokollen stößt einem quer auf, mitunter möchte man die eine oder
andere Frau fragen, ob sie das denn wirklich so meint - dennoch ist die
Stärke des Buches gerade darin zu sehen, dass Jörg Otto Meier alles so
stehen lässt, wie es gesagt wurde. Es geht eben um Authentizität - und
die wird erreicht. So stark, dass sich die zweifelnde Nicht-Mutter fragt,
warum seit Anbeginn aller Zeiten Frauen sich diese Prozedur der Geburt
antun, diese Schmerzen, die von allen als die schlimmsten ihres Lebens
beschrieben werden. Und wie es kommt, dass ebenso unisono alle erklären,
diese Qual wäre so schnell wieder vergessen? Ein Buch, das neugierig
macht - auf Kinder, Mütter und Väter.
Beate Baum
Ostsee Zeitung
25. / 24. Februar 2001
... Mit erstaunlicher Offenheit
erzählen die jungen Frauen ihre oft dramatischen Geschichten rund um
Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Einfühlsame Fotografien, die
kurz vor den Gesprächen entstanden, zeigen die Frauen mit ihren Babys.
Für werdende Mütter ist dieses Buch eine wahre Fundgrube, denn die
vermittelten Informationen belehren nicht, sondern es werden Erfahrungen
weitergegeben. Sie zeigen, dass jede Frau ihren eigenen Weg finden muss
und finden wird, wie schwierig die zu bewältigende Situation auch sein
mag.
Auch werdende und junge Väter ziehen Gewinn aus den Äußerungen der
Frauen über das, was ihnen an ihrem Partner gefallen hat. Sie finden
Anregungen für das eigene Handeln und das Entdecken von Wünschen.
Berliner Morgenpost
10. Februar 2001
Tipp der Woche: Starke Mütter
Katja, 31, zwischen ihrem Beruf als PR-Managerin und ihrer Rolle als
Mutter hin- und hergerissen. Monika, 29, die von den mühseligen
Hormontherapien erzählt, die endlich doch zur Befruchtung führten.
Zwei von 16 "frischgebackenen" Müttern mit 16 Babys und 16
Lebensgeschichten aus dem Band "Babys machen Mütter stark" des
Hamburger Autors und Fotografen Jörg Otto Meier. Meier lässt jede Frau
die Schwerpunkte beim Erzählen dort machen, wo sie es möchte, bei dem
Thema Kinderwunsch oder der eigenen Kindheit, Schwangerschaft oder
Partnerschaft, Geburt oder die erste Zeit mit dem Kind. Gerade für
werdende und junge Eltern ist dieser einfühlsam und auch fotografisch
anschaulich geratene Sammelband eine interessante Lektüre. ge
Nürnberger
Zeitung
10. Februar 2001
... Meiers Spezialität sind Porträts, die den
Menschen so authentisch wie möglich erfassen wollen. ... oft ergänzen
sich Wort und Bild, manchmal fügt das Bild sogar noch eine stumme
Botschaft dazu. Profanes wie Gewichtszunahme und Alltagsorganisation
liefert griffige Informationen für werdende oder frische Mütter. Doch
auch die Gefühlslagen spielen eine große Rolle. Da geht es um
anfängliche Ablehnung, um Todesangst, um Kindsverluste.
Gerade die Buntheit der Auswahl schafft ein rundes Bild: Alle möglichen
Berufe sind vertreten, die Frauen sind 23 bis 42 Jahre alt. Sie haben
eines oder mehrere Kinder. Ihre Schwangerschaften waren 'Unfälle' oder
künstliche Befruchtungen, die Geburt verlief problemlos oder
hochdramatisch. Auf jeden Fall wirken die Frauen ehrlich. Jörg Otto Meier
hat es geschafft, dass sich die Mütter öffnen, ihm vertrauen, sich nicht
als "Über-Mamis" darstellen.
... es kommt auch eine gewisse esoterische Ebene in das Buch. Es geht um
Ganzheit, um das Er-Leben von Kindern, den Kreislauf von Gebären und
Sterben.
...
Isabel
Strohschein
Lübecker
Nachrichten
11. Januar 2001
... "Ganz
normale Mütter" schildern, wie sie ihre Schwangerschaft erlebten, wie die
Geburt des Kindes ihr Leben veränderte, welche Auswirkungen der
Familienzuwachs auf die Partnerschaft hatte. Meier lässt die Frauen
reden: spontan und unverfälscht, manchmal auch schonungslos gegenüber
sich selbst. So berichtet Katinka von ihren vier Abtreibungen, und auch
Manja schildert durchaus mutig die mitunter haarsträubenden Zustände in
ihrer mittlerweile zehnköpfigen Familie (die bis zu 45 Haustiere nicht
eingerechnet).
Werdende oder junge Mütter und auch ihre Partner werden die Berichte mit
viel Interesse lesen: Sie kennen die thematisierten Ängste und Probleme
nur zu genau. Ängstliche oder verunsicherte Schwangere sollten vielleicht
die Kapitel auslassen, in denen die Frauen über Fehlgeburten, behinderte
oder gestorbene Kinder berichten. Diese Geschichten könnten ihnen an die
Nieren gehen. Aber zugleich machen die Berichte auch Mut - und wecken den
Respekt vor der ganz persönlichen Kompetenz werdender und junger Mütter.
sab
Österreichische
Hebammenzeitung
Ausgabe 06/2000
Ich
muss gestehen, der Titel hat mich erst mal stutzig werden lassen. Was ist
mit den Frauen, die sich nun überhaupt nicht stark fühlen, sondern
überfordert und verunsichert? Schon wieder so ein
Mutter-Erfolgs-Story-Buch? Doch die Frauen berichten auch von ihren Tiefs
und ihren Problemen, und das ist sicher beruhigend und ermutigend:
"Dann werd ich's auch schaffen!"
16
Mütter mit ihren Kindern unter einem Jahr stellen sich hier vor. Für
(werdende) Eltern eine Möglichkeit, sich anregen zu lassen, Neues zu
erfahren und den eigenen Weg bewusster zu gestalten. Für mich als Hebamme
eine gute Gelegenheit zu erfahren, wie die psychische und soziale
Situation unterschiedlicher Frauen im Jahr 2000 aussehen kann und wie die
Schwangerschaftsbetreuung, Geburts- und Nachbetreuung funktioniert (bzw.
manchmal nicht funktioniert) ...
Dorothea Rüb
Hamburger
Morgenpost
7. November 2000
16.034
kleine Hamburger kamen 1999 zur Welt: im Krankenhaus, zu Hause und sogar
im Wasser. Sie wurden in die typischen Zwei-Kind-Familien geboren, oder
sie wachsen nur bei der Mama auf. Überall gibt es Sorgen, Probleme - und
zu wenig Schlaf. Aber fast immer überwiegt die Freude über den
Neubürger. So auch bei den 16 Müttern, die der Autor und Fotograf Jörg
Otto Meier in seinem Buch "Babys machen Mütter stark"
porträtiert hat.
Brigitte
Buchtipp, Oktober 2000
Eigentlich
wünschte sich Katja ein Kind. Aber sie wollte nicht auf ihre Karriere
verzichten. Dann wurde sie schwanger. Und heute ist sie heilfroh, dass
Franca sich durchgeboxt hat. Jörg Otto Meier lässt in seinem Buch
Mütter zu Wort kommen. Sie erzählen von Ängsten, Erwartungen und
Glücksgefühlen vor und nach der Geburt. Und sie machen Mut zum
Kinderkriegen.
Hebammenforum
Februar 2001
... Ein
Geschenk für Schwangere, denen diese sehr unterschiedlichen Berichte Mut
machen können, ihren eigenen Weg zu finden. Für junge Mütter vielleicht
eine Anregung, die eigene Geschichte für ihr Kind aufzuzeichnen. Ein
schönes Lesebuch für Hebammen, die versuchen, die ureigene Kompetenz der
Frauen zu stärken und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.
Johanna Heller, Erfurt
Eimsbüttler
Wochenblatt
8. Februar 2001
... In
seinem Buch "Babys machen Mütter stark" hat der Autor Erfahrungen von
Müttern zusammengetragen. Frauen berichten über Schwangerschaft, Geburt,
Väter und Kinder. Das Buch ist eine Fundgrube: Hier sind Geschichten zu
finden, wie sie nur das Leben schreibt. Die Frauen nehmen kein Blatt vor
den Mund, erzählen "locker vom Hocker" - auch sehr persönliche Dinge.
Das ist unterhaltsam und für werdende Mütter und Väter äußerst
lehrreich, denn mit Sicherheit sind die auftauchenden Probleme, die ein
Baby mit sich bringt, ähnlich. Und da lohnt es sich schon, vorher einmal
zu schauen, was da alles auf einen zukommt. Keine Frage: Grundtendenz der
Mütter ist positiv. Alle finden ihre Babys klasse, sehen das neue Leben
als eine echte Bereicherung an. ...
Arndt Prenzel
Harburger
Anzeigen und Nachrichten
10. März 2001
Jörg Otto
Meier, Autor und Fotograf aus Hamburg, trägt mit seinem neuen Buch,
"Babys machen Mütter stark" dazu bei, diesen Wissensdurst
junger Mütter zu befriedigen. Er hat 17 Frauen zu Schwangerschaft, Geburt
und der ersten Zeit danach befragt. Die frischgebackenen Mütter plaudern
ganz offen über ihre persönlichen Erfahrungen und geben bereitwillig
Auskuinft über intime Dinge wie Partnerschaft, vorherige Abtreibungen
oder auch die ganz großen Gefühlsschwankungen bei der Geburt eines
kranken Kindes. Verstärkt wird diese intime Atmosphäre durch die sehr
einfühlsamen Fotos, die der Autor vor jedem Interview mit den Müttern
gemacht hat. Meier ist es sehr gut gelungen, all diese Schilderungen
lebendig und in der Sprache authentisch wiederzugeben.
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